Die Digitale Etikette

Was ist eigentlich Digitale Etikette? Nennt sich das nicht Netiquette, habe ich das nicht gerade falsch geschrieben?

Die Netiquette ist ein Teilbereich der Digitalen Etikette. Digitale Etikette beinhaltet neben dem Verhalten in den sozialen Netzwerken, im Internet und auf fremden Websites auch das Verhalten mit elektronischen Geräten. Dazu gehören neben dem Telefon, schnurgebunden oder als Mobiltelefon auch alle Arten von mobilen elektrischen Geräten, wie Smartphones, Tablets, Notebooks oder Ultrabooks, Smartwatches und Armbänder und weitere mobile Devives der sogenannten Industrie 4.0 ‚Revolution‘. 

Etikette erklärt den Umgang mit anderen Menschen. Die Etikette wird auch als Benimmregeln tituliert. Sie ist ein Verhaltensregelwerk, welches sich auf zeitgenössische traditionelle Normen beruft und das die Erwartungen an das Sozialverhalten innerhalb gewisser sozialer Kreise beschreibt. Wir bewerten bestimmte Verhaltensformen aus unserer gesellschaftlichen Erziehung heraus als negativ oder positiv und unterscheidet „gute“ und „schlechte“ Umgangsformen. Die Etikette fungiert dabei oft auch als identitätsstiftende Zeichen der Zugehörigkeit zu einer Gesellschaft bzw. einer sozialen Gruppe innerhalb einer Gesellschaft. Hier wird klar, warum wir uns im Internet so heimisch fühlen. Wir finden dort genau die gesellschaftliche Gruppe, der wir uns, unseren Etiketteregeln bewusst, zugeordnet fühlen. Das gleiche gilt für die benutzte Hardware um sich dort auszutauschen. Ein Smartphone ist heute schon Standard und wird nie in Frage gestellt. Man hat es einfach. Das ist bereits ein Verhaltenssprung in der Etikette. Es werden Verhaltensreglen gesetzt, ohne nach ihrer Bedeutung zu fragen. Sie werden einfach als real angenommen. 

Digitale Etikette geht sogar noch einen Schritt weiter und beschreibt unser Verhalten gegenüber Mitmenschen, wenn wir diesen mit digitalen Mitteln etwas erklären wollen, ich meine damit Präsentationen vor Publikum. Wie oft haben Sie sich während einer solchen Präsentation gelangweilt? Gleichzeitig war ihre Freude groß, dass Sie sich mit Ihrem Smartphone aus dieser Präsentation elegant verabschieden konnten, ohne den Raum zu verlassen. Digitale Etikette wird hier besonders wichtig, weil der Präsentator seine Zuschauer natürlich die ganze Zeit über bei seinen Vortrag haben will. Das ist heute viel schwieriger, als noch vor wenigen Jahren. 
Die Digitale Etikette beschränkt sich also nicht allein auf die sozialen Netzwerke, sondern geht weit darüber hinaus. Ich sehe diesen menschlichen Bereich als wichtige, wenn nicht sogar als die wichtigste Kompetenz kommender Führungskräfte an. Sie ist keine neue Erscheinung, wurde in den letzten nur allzu oft als unwichtig angesehen, da die Schnelligkeit der Entwicklung dieser Kompetenz den Menschen in seiner Vorstellungskraft einfach links überholt hat.

Was ist aber nun Digitale Etikette Kompetenz? 

Kompetenz wird oft definiert als

„die bei Individuen verfügbaren oder durch sie erlernbaren kognitiven Fähigkeiten und Fertigkeiten, um bestimmte Probleme zu lösen, sowie die damit verbundenen motivationalen, volitionalen und sozialen Bereitschaften und Fähigkeiten, um die Problemlösungen in variablen Situationen erfolgreich und verantwortungsvoll nutzen zu können.“  F. E. Weinert

Den Zusammenhang von Digital und Etikette habe ich bereits weiter oben ausführlich erklärt. Der Begriff Kompetenz ist die wichtige Ergänzung für Sie ganz persönlich, damit Sie diese Fähigkeiten anwenden. Zwischen verstehen und anwenden gibt es einen gewaltigen Unterschied, den das Wort Kompetenz ganz gut beschreibt. Verstehen kann man alles, aber das Verstandene auch anwenden ist ein geistiger Schritt, der nur durch kontinuierliches Lernen und in der Anwendung von Gewohnheiten Ergebnisse erzielt. 

Die beiden Punkte Digital und Etikette haben Sie verstanden, jetzt geht es darum diese im Zusammenhang zu begreifen und dann umzusetzen. Das kann nicht vom Lesen direkt in die Anwendung geschehen. Das wäre der Idelafall, aber sehr selten anzutreffen. Dies müssen Sie kontinuierlich üben, anwenden und dabei auch mal Fehler machen. Nur durch Ihre Fehler in der Anwendung festigt sich diese Kompetenz bei Ihnen. Warum, werden Sie sich jetzt fragen? 

Jeder Fehler lässt Sie Ihr gewonnenes Wissen reflektieren. Dieser Fehler hinterfragt Ihr bisheriges Wissen und setzt es auf einen von Ihnen definierten Prüfstand. Dieser Präfstand ist, wenn Sie es bewusst machen, der härteste der Welt. Wenn Sie diesen mehrmals durchlaufen haben, dann haben Sie die Kompetenz, hier die Digitale Etikette Kompetenz, um vor anderen souverän bestehen zu können. Genau jetzt hängt das Wissen an, welches Ihnen erlaubt, bewusst Fehler machen zu dürfen. 

Meine persönliche Überzeugung ist, dass nur der, der das Wissen und die Kompetenz über ein bestimmtes Gebiet hat, darin auch Fehler machen darf, weil er das Wissen hat, dass er damit immer wieder einen Schritt weiter in seiner Kompetenz kommt. 

Davor steht aber der lange Weg des Wissenserwerb. Ich schreibe Ihnen dies hier, weil ich Ihnen eben nicht eine leichte Art verkaufen will, Wissen zu erwerben. Es ist nicht leicht die Digitale Etikette Kompetenz aufzubauen und zu festigen. Das erfordert Zeit und viele einzelne Handlungen, die Sie darin einbringen. In den nächsten Wochen und Monaten werden Sie immer wieder in meinen Blog damit konfrontiert werden. Sie werden, bei regelmäßigen Besuch meines Blogs damit eine Kompetenz aufbauen. Vor einem kann ich Sie hier bereits heute warnen. Abwarten und in einem Jahr den Blog einfach komplett durchlesen wird Ihnen nichts bringen. Das Lesen erzeugt bei Ihnen zwar Wissen, aber noch lange keine Kompetenz, das Wissen Sie jetzt. 

Mein Tipp: Abonnieren Sie meinen Blog oder tragen Sie sich in meine Newsletter ein und lernen Sie so kontinuierlich sich ein Wissen an, welches irgendwann einmal in einer Kompetenz hineinlaufen wird.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine wundervolle Zeit voller neuer Erkenntnisse

Ihr

Bernd Braun 

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