Was bedeutet die Zahl 7?


Ich habe Ihnen vor kurzen die Geschichte der 7 Verkäufer erzählt. Warum aber habe ich mich so auf die Zahl 7 fixiert? Ich hätte doch auch eine beliebig andere Zahl nehmen können? Ich habe mal ein wenig im Web gewühlt und bin dabei unteranderem auf folgendes Fundstück gestoßen:

Im deutschsprachigen Raum ist es keine uralte Zahlenmystik, sondern es ist Alltagsgebrauch, wenn man nach seinen Siebensachen gefragt wird oder ob man die sieben Sinne beisammen habe. Nach Endres steht hierfür direkt das Mithramysterium, aus dem die Bibel Elemente übernommen hat. Die Frage wurde den frisch geweihten Mythen gestellt, diese mussten bei der Zeremonie durch sieben Tore gehen und jeweils ein Kleidungsstück ausziehen und später wieder anziehen. Wenn mehrere Einweihungen stattfanden, war es jedoch nicht leicht, seine eigenen Siebensachen zu finden. 

Andrian war der Meinung, dass der Gebrauch der Sieben als Import aus der Fremde nachgewiesen werden kann. So entwickelt sich die Sieben im Zahlen­aberglauben von der kosmischen Zahl, zur magische Zahl und letztendlich zur Gebrauchs- oder Lieblingszahl.

Vor allem die Germanen haben die Vorstellungen über die mystische Sieben übernommen, hauptsächlich die Südgermanen. So wurden in Thüringen Frauen mit sieben unehelichen Kindern wieder zur „Jungfrau“. Brian McConnell meint in einer Ausgabe des New Law Journals, dass 1861 die 15-jährige Zuchthausstrafe in Großbritannien nicht aus humanitären Gründen verkürzt worden sei, sondern da vierzehn ein Vielfaches von Sieben ist.

Auch in vielen Märchen, Sprichwörtern, Bauernweisheiten und Redewendungen findet sich bis heute die magische Sieben auffällig oft. In Märchen finden sich die berühmten Siebenmeilenstiefel, die sieben Raben und die sieben Zwerge hinter den sieben Bergen in Schneewittchen. Das tapfere Schneiderlein erledigt sieben auf einen Streich, und bei Wilhelm Busch erledigen Max und Moritz sieben Streiche. Sindbad der Seefahrer des arabischen Kulturkreises musste auf sieben Reisen Abenteuer bestehen.

„Wenn es am Siebenschläfer (27. Juni) regnet, sind sieben Wochen mit Regen gesegnet.“

– Bauernregel

Als „siebengescheit“ werden Besserwisser bezeichnet. Anders wirkt die „böse Sieben“ bei Ereignissen, in der Ehe ist „Das verflixte 7. Jahr“ gefährdet.
Den sieben „Planeten“ des alten Babylon wurden den sieben Wochentagen zugeordnet, was im heutigen Sprachen erkennbar ist: Sonne zum Sonntag, Mond zum Montag, der Mars in Mardi (fr: Dienstag), der Merkur in Mercredi (fr: Mittwoch), der Jupiter in giovedì (it: Donnerstag), die Venus in vendredi (fr: Freitag) und der Saturn in Saturday (en: Samstag).

Es wurde mitunter ergänzt, um die „heilige Anzahl der Sieben“ zu erfüllen. Um „sieben Meere“ zu erhalten wurde der Pazifik und der Atlantik in Nord- und Südteilen gezählt. Die „Sieben Farben“ Newtons wurden nach Giora wohl für die „heilige Anzahl“ durch Indigo ergänzt. Gebräuchlich sind die „sieben Meere“ und die „sieben Farben“ bis heute.

Überdurchschnittlich oft lassen sich Autobesitzer Wunsch­kenn­zeichen mit Zahlen­kombina­tionen der 7 geben.

Quelle: Wikipedia

Tipp: 

Nehmen Sie immer die Zahl 7 oder ein Vielfaches davon, wenn Sie eine Liste erstellen wollen. Dann werden Sie viel eher ernst genommen und Ihr Text auch eher gelesen…

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