Contentbeschreibungen verfassen ist eine Kunst, die aber jeder lernen kann! Das Geheimnis guter Artikel liegt unter anderem darin, den Texten Persönlichkeit zu verleihen. Ich zeige die größten Hindernisse auf dem Weg dahin.

Das Erstellen von Texten nimmt die meiste Zeit bei der Pflege von Content-Inhalten in Anspruch. Produktbeschreibungen, Rezensionen, Storys, Dienstleistungen -> ständig muss etwas geschrieben werden. Schnell muss es gehen und man Sie sorgen sich um Keywords und natürlich um Google.
Oft gerät bei dieser Routinearbeit das Wichtigste in den Hintergrund: Die Texte sollen helfen Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung zu verkaufen! Also legen Sie einfach mal die Tastatur beiseite und schauen sich an, welche häufigsten Fehler es beim Schreiben gibt:

Nummer 1 der Content-Fehler: Die Fakten bekommen einen zu starken Fokus

Als Content-Schreiber sind Sie natürlich (!) begeistert von Ihrem Angebot und wollen die hervorstechenden Eigenschaften und Funktionen der Dienstleistungen und Produkte nennen. Ihre Kunden interessieren diese Informationen nicht, das aufzählen von Fakten reicht also nicht.

Ihre Kunden wollen erfahren, welche Vorteile sie ganz persönlich davon haben werden, wenn sie Ihre Dienstleistungen oder Produkte kaufen. „Lebensdauer der Reifen 10.000 Stunden“ sagt dem potentiellen Käufer eines Reifens gar nichts. „Fährt zehnmal länger als herkömmliche Reifen. Sie sparen richtig Geld!“ zeigt den persönlichen Vorteil direkt auf: Oh, Geld sparen – find‘ ich super!

Die Erweiterung des Contents: Kleine Storys erzählen! Wenn wir früher Märchen gehört haben, hörten wir oft nicht, dass uns eine Lehre daraus verkauft werden sollte. Unsere Barrieren gingen komplett nach unten und das Märchen hatte uns ganz gefangen. Ein Märchen können Sie heute Ihren erwachsenen Käufern nicht mehr erzählen, aber Sie können diese an einer erzählenden Geschichte teilhaben lassen. Der potentielle Käufer wird liebend gerne zuhören. Ich habe übrigens die neuen Reifen jetzt auf meinem Auto und freue mich schon darauf sie ‚ewig‘ zu fahren.

Ok, ich gebe zu, diese Geschichte habe ich mir ausgedacht, aber jetzt habe ich beinahe selbst Lust, in Google nach diesen Reifen zu suchen… Die Zahlen wurden übrigens mit Absicht numerisch gesetzt, denn Sie helfen dem Auge beim Lesen und wecken Aufmerksamkeit.

Nummer 2 der Content-Fehler: In der Dienstleistungs- und Produktbeschreibung nur leere Wörter

„Effektive Reifen vom deutschen Marktführer.“ Was ist hier „effektiv“? Und was bedeutet „marktführend“ in diesem Zusammenhang? Die neue Formulierung „10% benzinsparende Reifen, schon auf über 40.000 deutschen Autos im Einsatz“ gibt den Kunden ein eindeutiges Kopfkino-Bild von der Beliebtheit und den Vorteilen dieses Produkts. Wenn sie keine Beweise sehen können erzeugen Superlative wie z.B. Top-Ausstattung bei Ihren Lesern eher Misstrauen. Verzichten Sie besser auf diese Begriffe und zeigen stattdessen die Fakten auf, die diese Bezeichnung für Ihre Kunden rechtfertigen.

Nummer 3 der Content-Fehler: Adjektive wo man nur hinschaut

„Adjektive sind wie Alkohol. In der richtigen Dosis machen sie den Text heiter und beschwingt. Eine Überdosis führt hingegen zu Nuscheln und Unverständlichkeit.“ Henneke Duistermaat (ein US-Copywriter) bringt es sehr schön auf den Punkt.

Die Kernbotschaft eines Verkaufstextes: „Dieses handgefertigte Schälmesser passt hervorragend in Ihre moderne Küche.“ Hier jetzt die Adjektiv-Übersättigung: „Dieses absolut hochwertige, handgefertigte Schälmesser gehört zu einer Serie sorgfältig ausgewählter und im modernen Küchenstil liebevoll gestalteter Küchengeräte.“

Sie haben bestimmt beim Lesen schon bemerkt, dass da was nicht stimmen kann, deshalb gilt für Adjektive:

Nummer 4 der Content-Fehler: Keine eigene Persönlichkeit einbringen

Viele große Unternehmen klingen im Netz genau nach dem, was sie sind: Unpersönlich! Und viele der Contentschreiber versuchen es so zu machen wie diese Unternehmen. Sie sind davon überzeugt, dass das der Weg zum Erfolgs ist. 

Das ist es nicht!

Es ist viel eher eine riesige Chance, sich durch seine eigene und spezielle Tonart abzuheben – eben Persönlichkeit zu zeigen. Schreiben Sie persönlich mit „Wir“ oder „Ich“ anstatt „Die Schmidt AG“. Alleine hierdurch werden Sie automatisiert immer persönlicher in Ihrem ganz persönlichen Schreibstil. Genau deshalb, weil Sie jetzt selbst etwas sagen und nicht für ein Unternehmen schreiben, auch wenn es Ihr eigenes ist!

Nummer 5 der Content-Fehler: Keine Zeit für Korrekturen

Stellen Sie sich einmal vor ein Kunde ruft an und fragt: „Haben Sie auch Schälmesser?“ Jetzt lesen Sie diesen virtuellen Kunden Ihren neuen Text vor. Lesen Sie jetzt laut und stellen Sie sich seine Reaktion vor. Sie können dies auch mit einem Menschen real testen. Versteht dieser ‚Kunde‘ sofort und leicht, warum Ihr Angebot gut für ihn sein soll? Werden seine Fragen ausreichend beantwortet? Bleibt er auch beim dritten Absatz noch aufmerksam? Hat er vielleicht ein kleines Lächeln auf den Lippen? Genau dann ist der Text so richtig gut geworden.

Es gibt beim Korrekturlesen einiges zu beachten:

Ein letzter Tipp: Stammtischgespräch

Überlegen Sie immer, ob der Text ein Gespräch in der Kneipe am Stammtisch standhalten würde….

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